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Kongressprogramm im Detail

10.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Begrüßung durch den Veranstalter und die Schirmherrin

Vorträge:

Vortrag 1:
Dem Menschen zugewandt - die Anthroposophische Medizin

Was macht die Anthroposophische Medizin eigentlich so besonders? Neben einer fundierten schulmedizinischen Kompetenz sicherlich auch die außergewöhnliche Zuwendung den Patientinnen und Patienten gegenüber. Konkret bedeutet das, dass in Diagnose und Therapie neben den körperlichen Symptomen auch weitere Fragen berücksichtigt werden: Welche Rolle spielt die seelische Dimension einer bestimmten Erkrankung? Welche Bedeutung hat eine Krankheit im individuellen Biografieverlauf? Kann sie auch als Chance verstanden werden? Dr. Matthias Girke schildert in seinem einführenden Beitrag, wie diese und ähnliche Aspekte in die anthroposophisch erweiterte Medizin einbezogen werden.
Dr. med. Matthias Girke, Leitender Arzt am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, Vorstand der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland und des DAMiD

Vortrag 2:
Modern und integrativ - die Anthroposophische Medizin in Klinik und Praxis

Was macht die Anthroposophische Medizin anders als die konventionelle Medizin? Heißt moderne Akutmedizin heute immer und ausschließlich Apparatemedizin? Wo bleibt da noch Platz für eine menschliche Begegnung? Wo Raum für Trost und Pflege? Wie sich die Vision einer wirklich integrativen Medizin in der Praxis umsetzen lässt, zeigt Knut Humbroich vom Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke. Gleichzeitig wird anhand vieler Beispiele aus dem modernen Krankenhausalltag verdeutlicht, wie die besonderen Therapieformen der Anthroposophischen Medizin erfolgreich in die heutige Akutmedizin integriert werden können.
Knut Humbroich, Leitender Arzt der Abteilung für Neurologie am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

12.00 Uhr bis 12.45 Uhr
Pause

12.45 Uhr bis 14.00

Workshops zu folgenden Themen:

WS 1:
Eine hitzige Angelegenheit - von der Heilkraft des Fiebers

Viele Eltern wissen (oder ahnen) es längst: Fieber besitzt ganz besondere Heilkräfte! In seinem Workshop stellt Dr. Alfred Längler, Leitender Arzt der Kinder- und Jugendmedizin am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, positive Effekte des Fiebers vor. Dabei geht er auch auf neueste Studien ein, die zeigen, dass Kinder, die seltener fiebersenkende Medikamente und Antibiotika bekommen, langfristig sogar gesünder sind, da sie seltener allergische Erkrankungen, wie zum Beispiel Asthma, bekommen. Alfred Längler zeigt dabei aber auch auf, dass Fieber immer sorgfältig begleitet werden sollte - und schildert, wie gute Pflege und anthroposophische Medikamente unterstützend eingesetzt werden können.
Dr. med. Alfred Längler, Leitender Arzt der Abteilung Kinder- und Jugendmedizin am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, Vorstand des DAMiD

WS 2:
Zwischen Alltag und Hektik - pflegen und selber gesund bleiben

Wer dauerhaft für andere Menschen da ist, kommt früher oder später an seine Grenzen. Eltern, pflegende Angehörige, LehrerInnen, professionelle HelferInnen laufen oft Gefahr, sich aufzuopfern und schließlich auszubrennen. Was kann man tun, um körperlich und seelisch gesund zu bleiben? Wo nehmen wir die Kräfte her, die wir anderen schenken wollen? Rolf Heine gibt praktische Anregungen und Hilfestellungen, um achtsam mit sich umzugehen und um äußere sowie innere Kraftquellen zu erschließen und den Alltag bewusster zu gestalten.
Rolf Heine, Filderklinik, Vorstand des Verbands für Anthroposophische Pflege und des DAMiD

WS 3:
Für alle Fälle - die Hausapotheke der Anthroposophischen Medizin

Der Volksmund weiß: "Kopf kühl, Füße warm, macht den besten Doktor arm". Was genau damit gemeint ist und was Sie zuhause selber dafür tun können, zeigen Ihnen Dr. med. Maria Bovelet und Sabine Deutsch in diesem Workshop zur anthroposophischen Hausapotheke. Die Referentinnen erklären Ihnen, wie die heilenden Kräfte der Wärme sinnvoll genutzt werden und welche Arzneimittel dazu eingesetzt werden können. Gleichzeitig erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie verschiedene Krankheits- und Wärmeprozesse zu verstehen sind. Auch die Frage, wie sich äußere Anwendungen (zum Beispiel Waden- oder Quarkwickel) auf diese Prozesse auswirken, wird am praktischen Beispiel gezeigt.
Dr. med. Maria Bovelet, anthroposophische Hausärztin aus Schauenburg im Landkreis Kassel
Sabine Deutsch, Kinderkrankenschwester, z.Z. als Arzthelferin tätig mit Schwerpunkt äußere Anwendungen der Anthroposophischen Medizin, Schauenburg im Landkreis Kassel

WS 4:
Sind Allergien heilbar? Neurodermitis und Heuschnupfen in der Anthroposophischen Medizin

Warum hat im Laufe der letzten Jahrzehnte die Häufigkeit allergischer Erkrankungen ständig zugenommen? Wer neigt zu Allergien? Was sagen uns diese Krankheitsbilder und worin liegen deren Ursachen? Gibt es Möglichkeiten zur Vorsorge? Wie können Allergien sanft, heilend und ohne Nebenwirkungen behandelt werden? Diese und viele weitere Fragen greift Dr. Tobias Sprenger in seinem Workshop auf und erklärt, wie der besondere Ansatz der Anthroposophischen Medizin bei Allergien aussehen kann.
Dr. med. Tobias Sprenger, Facharzt für Allgemeinmedizin, Medizinischer Direktor der Villavita-Tagesklinik für ganzheitliche Medizin, Köln

WS 5:
Behandlungsmöglichkeiten der Anthroposophischen Medizin bei Demenz, Parkinson und Multipler Sklerose

Das Nervensystem des menschlichen Körpers hat aus Sicht der Anthroposophischen Medizin viele Besonderheiten, auf die Knut Humbroich in diesem Workshop eingeht. Außerdem erläutert er die differenzierten Alterungsvorgänge der einzelnen Organe und bespricht entsprechende Präventionsmaßnahmen. Anhand vieler Beispiele aus der Praxis werden sowohl medikamentöse als auch nicht medikamentöse Behandlungsansätze aus der Anthroposophischen Medizin bei Demenz, Parkinson und Multipler Sklerose erklärt.
Knut Humbroich, Leitender Arzt der Abteilung für Neurologie am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

WS 6:
Heileurythmie: Der Rücken - schwingend zwischen Aufrichte und Schwere

Im Workshop von Isabel Martin lernen Sie den lebendigen Aufbau der Wirbelsäule kennen. Mit bewusst geführten und empfundenen Bewegungen üben wir, uns mit den gesundenden Auftriebskräften zu verbinden, den Rücken bei Schmerzen zu entlasten und der Schwingungsfähigkeit wieder Raum zu geben. Dabei werden Sie wahrnehmen können, wie innere und äußere Haltung in Beziehung zueinander stehen und welche Fähigkeiten Sie benötigen, um dem Rücken mehr Stabilität oder mehr Beweglichkeit zukommen zu lassen.
Isabel Martin, Heileurythmistin, Fachabteilung Innere Medizin, Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

WS 7:
Stress positiv begegnen

Was haben Aufmerksamkeit und Sinnverlust mit Stress, der heutigen Zivilisationskrankheit Nummer eins, zu tun? Warum wird der Alltag für viele so oft zur Belastung? Welche Rolle spielen dabei Überreizung und Druck, Mobbing, Beziehungskonflikte oder Hektik? Mit praktischen Übungen zeigt Dr. Hendrik Vögler, wie Körperwahrnehmung, Aufmerksamkeit, Vertiefung des Denkens und des Empfindens sowie Gelassenheit und Selbstbewusstsein auch im Alltag durch meditative Übungen gestärkt werden können.
Dr. med. Hendrik Vögler, Allgemeinarzt im Ita Wegman Therapeutikum, Dortmund

WS 8:
Frauen und Krebs

Eine Krebserkrankung bedeutet für fast alle Frauen zunächst eine Katastrophe. Nachdem der erste Schock überwunden ist, orientieren sich viele neu: Gibt es Ergänzungen oder Alternativen zu Hormon-, Strahlen- oder Chemotherapie? Was kann ich selber dazu beitragen, den Krebs zu besiegen? Welche Ansätze passen zu mir? Dr. Anette Voigt - Leiterin des ersten zertifizierten anthroposophischen Brustzentrums in Deutschland - erklärt, welche Möglichkeiten Patientinnen mit der Diagnose Krebs haben und wie die Anthroposophische Medizin durch eine besondere Betreuung helfen kann - zum Beispiel durch Breast-Care-Nurses, psychoonkologische Therapieangebote oder aber auch durch künstlerische Therapien.
Dr. med. Anette Voigt, Leitende Ärztin der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

14.00 Uhr bis 14.45 Uhr
Pause

14.45 Uhr bis 16.00 Uhr

Workshops zu folgenden Themen:

WS 9:
Kinderkrankheiten natürlich behandeln

In diesem Workshop werden Hilfestellungen für den sinnvollen Umgang mit häufigen Erkrankungen im Säuglings-, Kleinkind- und Schulalter gegeben. Woran erkennt man eine typische Kinderkrankheit? Wann sollten Sie zum Arzt gehen? Was können Eltern zu Hause unterstützend tun? Welche bewährten Hausmittel gibt es? Diese und weitere Fragen wird Dr. Karin Michael in ihrem Workshop beantworten und zeigen, wie die Anthroposophische Medizin integrative Ansätze in eine moderne naturwissenschaftlich fundierte Medizin einbezieht.
Dr. med. Karin Michael, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Kinderonkologin, Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

WS 10:
Schlafstörungen - die ignorierte Volkskrankheit

Wie viel Schlaf ist normal? Ist eine Schlafstörung vielleicht ein Symptom, das auf andere Krankheiten hinweist? Und wenn ja, auf welche? Diese und weitere Fragen klärt der erfahrene Internist und Somnologe Dr. Matthias Kröz in seinem Workshop. Darüber hinaus werden Einschlaf- und Durchschlafstörungen besprochen, Behandlungsoptionen erläutert und Möglichkeiten aufgezeigt, was jeder einzelne selbst tun kann, um Schlafprobleme zu begrenzen.
Dr. med. Matthias Kröz, Facharzt für Innere Medizin, Somnologie, Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, Berlin


WS 11:
Bluthochdruck ganzheitlich therapieren - individuell, effizient, nachhaltig

Die Bluthochdruckerkrankung ist auch in Deutschland Volkskrankheit Nummer eins geworden. Allerdings ist Bluthochdruck mehr als ein reiner Messwert und betrifft immer den ganzen Menschen. So verlangen immer mehr Menschen nach ganzheitlichen und integrativen Behandlungsmöglichkeiten, die die wissenschaftliche Medizin ergänzen. Angesicht dieser Herausforderung möchte Dr. Jakob Gruber ein bewährtes Therapiekonzept für eine effiziente und nachhaltige Therapie vorstellen, das sowohl die persönliche Konstitution als auch individuelle Gesichtspunkte berücksichtigt.
Dr. med. Jakob Gruber, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

WS 12:
Die Kraft der Kräuter - die heilsame Wirkung von Wickeln und Auflagen

Äußere Anwendungen zur inneren Stärke: In ihrem Workshop stellt Gabriele Weber heilsame Wickel und Auflagen vor und erläutert anhand vieler konkreter Beispiele, wie wohltuend und pflegend diese äußeren Anwendungen sein können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, diese Maßnahmen - auch in ihrem Alltag - so einzusetzen, dass zum Beispiel Kopfschmerzen und kalte Füße, Verspannungen, Husten oder Schlafstörungen sowie Herzrasen gelindert werden können.
Gabriele Weber, Gesundheits- und Krankenpflegerin, Expertin für Anthroposophische Pflege (IFAP), Leiterin des Dörthe-Krause-Instituts am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

WS 13:
Anthroposophische Medizin auf Versichertenkarte - was zahlt die Versicherung?

Die Anthroposophische Medizin gilt rechtlich als "besondere Therapierichtung". Was bedeutet das finanziell? Welche Leistungen werden von der Krankenkasse bezahlt? Welche nicht? Was zahlt die private, was die gesetzliche Krankenversicherung? Peter Zimmermann schafft Klarheit und erklärt, welche Regeln für die Kostenübernahme von Arzneimitteln (z.B. die Misteltherapie), Kunsstherapien, Heileurythmie oder für die anthroposophisch-medizinische Krankenhausbehandlung gelten. Außerdem erfahren Sie, wie Sie von Verträgen zur Integrierten Versorgung profitieren und was das Kostenerstattungsverfahren sowie private Zusatzversicherungen leisten können.
Peter Zimmermann, Dipl. Psychologe, Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, Vorstand des Vereins zur Förderung von Gemeinschaftskrankenhäusern e.V. und des DAMiD

WS 14:
Depression - wenn die Seele Trauer trägt

Traurige Verstimmung, Freudlosigkeit, Interesselosigkeit, Schlafstörungen, Angst- und Suizidgedanken - das sind die typischen Symptome der Depression. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe seines Lebens an einer Depression zu erkranken, liegt heute bereits bei 15 Prozent - die WHO geht bis 2020 sogar noch von weiteren Steigerungen aus. In ihrem Workshop zeigen Dr. Christiane Bonhage und Alexandra Theuerkauff, wie Depressionen erkannt, verstanden und behandelt werden können und wie man sich und anderen dabei helfen kann. Im Vordergrund steht dabei immer die Frage, wie wir unsere gesundheitsfördernden Potenziale wecken und stärken können.
Dr. med. Christiane Bonhage, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke
Alexandra Theuerkauff, Assistenzärztin Psychiatrie und Psychotherapie/Neurologie, Ärztin für Anthroposophische Medizin GAÄD, Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

WS 15:
Singen, Atem- und Klangübungen bei Atemwegserkrankungen - obwohl ich doch gar nicht singen kann?

Sie leiden unter Atemwegskrankheiten, Schnarchen oder Apnoe? Sie sind gestresst und haben das Gefühl, dass Sie keine Luft mehr bekommen? Dann sind Sie im Workshop von Hans Werner Schneider genau richtig! Mit seinen Übungen zeigt Ihnen der ausgebildete Gesangslehrer und -therapeut, wie Sie diese Atemprobleme vergessen können: mit Klang- und Atemwegsübungen.
Wenn Sie nun denken "Ich kann aber gar nicht singen", sollte Sie das nicht abhalten. Denn für diesen Workshop müssen Sie nichts können - ohne Voraussetzungen werden Lebenskräfte, Lebenssinn und Lebensfreude vermittelt, verbessert und verstärkt.
Hans Werner Schneider, Gesangstherapeut und Gesangslehrer, Witten

WS 16:
"Ich habe Rücken!" : Wenn Knochen, Muskeln und Gelenke schmerzen

Hat nicht jeder von uns schon Schmerz gespürt? Doch wer weiß von den verborgenen Gesetzen, nach denen er entsteht? Seelische Schmerzen lassen sich manchmal betäuben - und am Körper erlebte natürlich auch. Aber muss das immer sein? Gibt es ein Geheimnis, nach dem die eine Schmerzform in die andere übergeht? Bedeutet ein solcher Übergang immer eine Verschlechterung? Oder können sich daraus sogar Ausgangspunkte für neue Heilungswege ergeben? Michael R. Neuhaus und Dag Mandev Singh geben anhand von medizinischen Grundlagen, Fallbeispielen und Patientenschilderungen Einblicke in leibliche, seelische und geistige Aspekte der Schmerz-Dimension. Darüber hinaus beleuchten die beiden Referenten aus anthroposophischer Sicht sowohl Optionen wie Operation, Akupunktur und Physiotherapie als auch weitere Ansätze wie Homöopathie, Kunsttherapie, Biografie-Arbeit und Heileurythmie.
Michael R. Neuhaus, Facharzt für Orthopädie, Physiotherapeut, Sprockhövel
Dag Mandev Singh, anthroposophische Privatpraxis am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

16.00 Uhr bis 16:30 Uhr
Pause

16.30 bis 17.45 Uhr

Workshops zu folgenden Themen:

WS 17:
Impfen - Pro & Contra

Impfungen werden heute oftmals kontrovers und emotional diskutiert und haben eine große gesundheitliche sowie gesellschaftliche Bedeutung. Die Anthroposophische Medizin steht für eine individuelle Impfentscheidung und möchte die Entscheidungsfreiheit der Eltern für oder gegen die einzelnen Impfungen unterstützen und fördern. In diesem Workshop diskutiert Dr. Stefan Schmidt-Troschke einige von der STIKO ("Ständige Impfkommission") empfohlenen Impfungen und beleuchtet Gesichtspunkte für eine individuell verantwortete Impfentscheidung.
Dr. med. Stefan Schmidt-Troschke, Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Ärztlicher Direktor des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke

WS 18:
Die Schilddrüse - kleines Organ mit großer Wirkung

Kaum ein anderes Organ des Menschen hat so große Auswirkungen auf das seelische Gleichgewicht wie die Schilddrüse. Dabei sind Frauen häufiger als Männer von einer Über- oder Unterfunktion betroffen. Auslöser können beispielsweise starke psychische Belastungen sein. Deshalb sollte immer auch nach der seelischen Dimension gefragt werden: Wie ordnet sich die Krankheit in mein Leben ein? Was belastet mich? Dr. Matthias Girke schildert in seinem Workshop anhand von vielen Beispielen, welche Schwerpunkte die Anthroposophische Medizin setzt.
Dr. med. Matthias Girke, Facharzt für Innere Medizin, Leitender Arzt am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, Vorstand der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland und des DAMiD

WS 19:
Dem Krebs begegnen - therapeutische Strategien der Anthroposophischen Medizin

Angst ist ein schlechter Ratgeber - nicht nur, aber gerade auch bei Krebs. Denn Angst lähmt und schwächt. Vor diesem Hintergrund möchte Dr. Bernd Labonte in seinem Workshop Perspektiven aufzeigen: Wie begegnet die Anthroposophische Medizin dieser Krankheit? Welche Hilfen bietet sie während Strahlen- und Chemotherapie? Wo liegen Quellen von Gesundheit, Kraft und Wohlbefinden? Wie werde ich nicht nur von anderen behandelt, sondern auch selbst Handelnder im Umgang mit meiner Erkrankung? Gibt es Möglichkeiten, vorzubeugen? Welche Rolle spielen Ernährung und Bewegung? Neben diesen Fragen wird die Krebserkrankung als "Zeitphänomen" mit möglichen Ursachen diskutiert.
Dr. med. Bernd Labonte, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Onkologische Gastroenterologie DGVS, Ernährungsmedizin, Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

WS 20:
Für alle Fälle - die Hausapotheke der Anthroposophischen Medizin

Der Volksmund weiß: "Kopf kühl, Füße warm, macht den besten Doktor arm". Was genau damit gemeint ist und was Sie zuhause selber dafür tun können, zeigen Ihnen Dr. med. Maria Bovelet und Sabine Deutsch in diesem Workshop zur anthroposophischen Hausapotheke. Die Referentinnen erklären Ihnen, wie die heilenden Kräfte der Wärme sinnvoll genutzt werden und welche Arzneimittel dazu eingesetzt werden können. Gleichzeitig erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie verschiedene Krankheits- und Wärmeprozesse zu verstehen sind. Auch die Frage, wie sich äußere Anwendungen (zum Beispiel Waden- oder Quarkwickel) auf diese Prozesse auswirken, wird am praktischen Beispiel gezeigt.
Dr. med. Maria Bovelet, anthroposophische Hausärztin aus Schauenburg im Landkreis Kassel
Sabine Deutsch, Kinderkrankenschwester, z.Z. als Arzthelferin tätig mit Schwerpunkt äußere Anwendungen der Anthroposophischen Medizin, Schauenburg im Landkreis Kassel

WS 21:
Wirkung und Wirksamkeit der Anthroposophischen Medizin: aktuelle Forschungsergebnisse

Die Wirksamkeit der Anthroposophischen Medizin wird aus methodischen Gründen manchmal in Frage gestellt. Warum? Was sind optimale Forschungsmethoden für die Anthroposophische Medizin mit ihrem patientenzentrierten Behandlungsansatz? Diese und viele weitere Fragen diskutiert Prof. Dr. Peter Heusser und stellt außerdem aktuelle Schwerpunkte zur Forschung der Anthroposophischen Medizin sowie laufende Vorhaben vor.
Prof. Dr. med. Peter Heusser, Inhaber des Gerhard-Kienle-Lehrstuhls für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin an der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke

WS 22:
"Raum für Eigensinn" - Patientenkompetenz als Weg zur eigenen Therapie

Im Gesundheitssystem den Überblick zu behalten, ist nicht immer leicht - besonders nicht in Phasen der Krankheit. Gerade dann tut es gut, sich zu informieren: Wie soll ich mich entscheiden? Welche Therapie ist die richtige für mich? Der Workshop soll Sie bekannt machen mit den modernen Werkzeugen zur Steigerung Ihrer eigenen Kompetenz und stellt unter anderem Entscheidungshilfen vor. Dr. Bettina Berger zeigt Ihnen außerdem, wie Sie Ihre bisherigen Entscheidungen analysieren und gleichzeitig entdecken können, welche Ressourcen Ihnen sonst noch zur Verfügung stehen!
Dr. phil. Bettina Berger, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin an der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke

WS 23:
Maltherapie als Prävention - Ressourcen entdecken und aktivieren

Was tun, wenn es uns körperlich oder seelisch nicht gut geht? Kann man durch aktives künstlerisches Gestalten einer Erkrankung vorbeugen? In diesem Workshop der Kunsttherapeutin Sonja Steffens können Sie selbst aktiv werden und durch eigenes künstlerisches Gestalten sowie in der anschließenden Bildbetrachtung erste (selbst-)therapeutische Ansätze erfahren.
Sonja Steffens, Kunsttherapeutin, Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

WS 24:
Heileurythmie: Bewegungsübungen bei Stress

Zu viel zu tun und viel zu wenig Zeit, um alles zu erledigen - da ist Stress vorprogrammiert. Vor allem die Zeit, die man sich für sich selber nehmen sollte, kommt dann oft zu kurz. Wie schafft man es, sich im hektischen Alltag abzugrenzen und Raum für sich zu schaffen? Eva Maas-Küstermann zeigt Ihnen, wie die Heileurythmie als Bewegungstherapie helfen kann, Spannungen zu lösen, sich selber zu entschleunigen und das eigene Tempo zu finden. Achtsamkeit und Selbstfürsorge können damit wieder erlernt werden und zu mehr Selbstakzeptanz und besserem Loslassen führen.
Eva Maas-Küstermann, Heileurythmistin, Fachabteilung Psychiatrie und Psychotherapie für junge Erwachsene und Erwachsene, Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke

18.00 Uhr bis 18.30 Uhr
Abschlussveranstaltung:

Individuelle Wege zur Gesundheit - in der Krankheit

Was heißt eigentlich "Gesundheit"? Ist damit lediglich die Abwesenheit von Krankheit gemeint? Ist Gesundheit der Normalzustand? Oder handelt es sich dabei doch eher um einen Prozess, der zwischen krank machenden Faktoren und heilenden Kräften immer wieder neu individuell erzeugt werden muss? Welches Potenzial trägt dazu bei, uns gesund zu erhalten - oder zu machen? Welche Bedeutung haben Lebensweise und Alltagsgestaltung? Hat unser Umgang mit akuten gesundheitlichen Krisen eine Bedeutung für unser Leben auf lange Sicht? Inwiefern macht Rhythmus gesund? Im Abschlussvortrag zeigt Dr. med. Hendrik Vögler neue Wege zum Verständnis von Krankheit und Gesundheit auf und erklärt, warum die Stärkung eigener Ressourcen gerade heute so wichtig ist.

Dr. med. Hendrik Vögler, Allgemeinarzt im Ita Wegman Therapeutikum, Dortmund

 

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